Digitale Pressearbeit – Print vs. online

Unterschiede und Gemeinsamkeiten für die Pressearbeit

„Es gibt keine digitalen Welten…

…es gibt nur eine geniale Marketing-Idee.“

Es muss nicht gleich so radikal formuliert werden. Doch je intensiver die Auseinandersetzung mit „dem Digitalen“, desto mehr zeigt sich, dass es eigentlich gar nicht vorhanden ist, „das Digitale“. Zumindest nicht in einem kommunikativen Sinne.

Denn eins bleibt immer gleich: das menschliche Gehirn. Und auch wenn Fritz von Thun vielleicht aus der Mode gekommen sein mag: Die Message macht der Empfänger. Nicht der Sender. Das heißt, für die Nachricht als solche spielt ihr Transportweg keine Rolle. Für die Arbeit der Nachrichten-Entwickler, der Content-Produzenten, der Journalisten und PR-Fachleute aber schon. Was aber bedeutet das?

Schneller, schneller, schneller…

Veränderung fand definitiv in der Schlagzahl statt. Die Kommunikation ist nicht anders, aber schneller geworden. Während Presseinformationen noch vor zehn Jahren per Post auf den Weg gebracht wurden, sind unsere Inhalte heute durchgängig auch digital verfügbar. Weil sie also schnell verschickt werden können, sollten sie auch schnell verschickt werden.

In einigen Bereichen funktioniert die Kommunikation nicht nur rasanter, sondern auch direkter als früher. Erreichte man Autoren früher häufig nur via Festnetzanschluss der Assistentin, genügt heute eine Mail oder Messenger-Nachricht, um einen Gastbeitrag zu vereinbaren. Und zwar direkt, ohne Vermittlungsperson. Das spart viel Zeit und Nerven. Verlangt aber auch eine höhere Konzentration. Denn eventuelle Fehler, Missverständnisse, Versäumnisse schlagen sofort durch.