Junge Führungskräfte …

Agil – junge Führungskräfte, also auch du, sollten sich damit heute zumindest auf dem Papier damit beschäftigt haben. Und auch wissen, dass agiles Lernen stets dazugehört. Denn eines ist klar: Die Vorstellung, dass kleine, spezialisierte Teams in kürzerer Zeit mehr Aufgaben vom Tisch bekommen als große Abteilungen, ist schon sehr verlockend. Und es funktioniert – sagen zumindest diejenigen, die bereits so arbeiten.

Eines steht im Themenkomplex Agilität stets im Fokus: das Lernen. Die Teams lernen während des Prozesses, nach und in jedem Sprint und in Review-Runden. Das heißt auch, dass während des Prozesses auch mal kurzfristig neue Kompetenzen gebraucht werden. Agiles Lernen eben. Und du als Führungskraft bist jetzt dafür verantwortlich, deinen Mitarbeitern die passenden Weiterbildungsformate zu ermöglichen.

Klassische Weiterbildung: Lernen auf Vorrat

Was verstehst du unter „berufliche Weiterbildung“? In der klassischen Vorstellung lernt man erstmal auf Vorrat. Alle Mitarbeiter durchlaufen beispielsweise nach und nach das Seminar „Grundlagen des Projektmanagements“. Häufig ohne zu wissen, wann und ob sie die gelernten Skills denn im beruflichen Alltag einsetzen sollen. Das allerdings lässt an der Sinnhaftigkeit des ganzen Unterfangens zweifeln. Agiles Lernen sieht anders aus.

Agiles Lernen: Workplace Education als tragende Säule

Der agile Ansatz geht davon aus, dass der Mitarbeiter genau jetzt, in diesem Moment, ein Problem oder ein Defizit hat, das zeitnah behoben werden sollte. Nicht in 6 Monaten und nicht in einem Jahr, denn dann braucht er oder sie die Skills im Zweifel nicht mehr. Da die klassischen Weiterbildungsangebote meist weder zeitlich noch thematisch die Bedürfnisse nach schnellen Antworten erfüllen, muss man sich hier anderen Ansätzen zuwenden.

Ein Beispiel: „Workplace Learning“. Lernen und Arbeiten wird nicht mehr entkoppelt betrachtet. Das Lernen wird zum Bestandteil der Arbeit. Der Mitarbeiter wartet also nicht mehr, bis das passende Seminar vor der Tür steht. Sondern beschafft sich das Wissen genau dann, wenn er es braucht. Das kann vom YouTube-Tutorial über ein Webinar bis hin zu „Trial and Error“ sein.

Klingt auf den ersten Blick nach einer Binsenweisheit – schließlich lernt man eigentlich schon immer bei der Arbeit neue Dinge. Dass das eine tragende Säule der Mitarbeiterentwicklung ist und im Gegensatz zu den klassischen Formaten in der Praxis heute eine viel größere Rolle spielt, zeigen folgende Zahlen: Das 70:20:10-Modell von Jennings geht davon aus, dass wir uns 70 Prozent des neuen Wissens durch Erfahrung aneignen, 20 Prozent lernen wir durch andere und 10 Prozent durch klassische Weiterbildungsformate.

Agiles Lernen in Peer Groups oder Communities

Ist man mit anderen in Projektarbeiten organisiert, lässt sich das Konzept „Lernen am Arbeitsplatz“ im Austausch mit anderen umsetzen. Während man gemeinsam mit anderen Lösungen erarbeitet und sich neues Wissen aneignet, werden gleichzeitig beispielsweise interkulturelle Kompetenzen trainiert. Kontinuierliches Feedback und gemeinsame Reviews erleichtern es zudem, das gemeinsam erworbene Wissen in den Arbeitsprozessen zu verankern.

 

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