Pressekonferenzen

Muss das wirklich sein?

Wer in einem Unternehmen Verantwortung trägt, den drängt es hin und wieder in die Öffentlichkeit. Zunächst einmal: Gut so! – Nicht immer ganz so gut: der dringende Wunsch nach einer Pressekonferenz. Grund genug, den von Kommunikateuren wie Pressevertretern in einem solchen Fall oft zu hörenden Stoßseufzer einmal wörtlich zu nehmen: „Muss es wirklich eine Pressekonferenz sein?“

Generell gilt: Journalisten haben wenig Zeit (wie übrigens Manager und Pressesprecher auch!). Diese müssen sie möglichst effizient nutzen, gerade auch auf Messen. Deshalb steht und fällt die Entscheidung, an einer Pressekonferenz teilzunehmen oder eben nicht, nach dem einfachen Kriterium: „Was habe ich (als Anwalt meiner Leser) davon?“

Das Produkt ist bewährt. Die Führungsmannschaft der Firma über Jahre gemeinsam gereift. Fehlt eigentlich nur noch etwas Berühmheit. – Ganz klar: Eine Pressekonferenz muss nicht nur nicht, sie sollte unter diesen Umständen auf keinen Fall stattfinden! Wenige, individuell vereinbarte Hintergrundgespräche mit handverlesenen Pressekontakten bringen hier ganz sicher mehr – und zwar allen Beteiligten.

Wenn Sie aber das „Rad 4.0“ tatsächlich einmal neu erfunden haben (oder Ihren größten Konkurrenten kaufen werden) – dann muss es wirklich eine Pressekonferenz sein. Bitte in dem Fall auch an Kaffee, funktionierende Mikros und stabiles WLAN denken …

 

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