Styling für Chefinnen – viel kann …

Grundsätzlich gilt doch Gleichberechtigung, oder etwa nicht? Das heißt in Sachen Business-Dresscode: Angemessenheit ist Trumpf. Und zwar für die Herren wie für die Damen. Doch noch immer sind ja die Männer etwas gleicher als die Kolleginnen. Und vor allem in den Chefetagen auch nach wie vor die Mehrheit. Was also geht in der Chefetage als angemessen durch? Was dem CEO gefällt? Dem Vorstandsvorsitzenden? Dem Aufsichtsrat?

Die Herausforderung: Viel kann, wenig muss, manches geht nicht. Zu kurzer Rock, bauchfrei, tiefe Ausschnitte zum Beispiel kommen nicht gut an. Hosenanzug mit Lady-Brouges, das Chanel-Kostüm mit den Highheels oder auch mal ein lufiges Sommerkleid mit Prada-Mokassin? Hängt von der Branche ab, dem Unternehmen, und letztlich von der eigenen Persönlichkeit.

Im Business geht jede Farbe. Hauptsache sie ist grau stimmt – mitnichten. Mit typ- und temperamentgerechten Farben und Mustern lassen sich durchaus kompetente Auftritte inszenieren und etwa bei einer Präsentation Ausrufezeichen setzen. Vor allem, solange die Zahlen stimmen! Schmuck und Makeup? Hier heißt es auch: die richtige Balance zwischen Persönlichkeit, Position und Konvention zu finden. Im Zweifen dezent auf Qualität setzen statt auf den schrillen Look. Hier ist weniger in der Regel mehr.

Kompetenz sollte natürlich nicht an Äußerlichkeiten festgemacht werden. Auch nicht bei Frauen. Einzelen Dresscode-‚Ausreißer‘ wie ein Blumenkleid am heissesten Tag des Jahres oder die neuen Goldkreolen aus Marakesch setzen starke, selbstbewusste Akzente. Schließlich präsentiert sich eine Führungskraft, die zu sich als Frau auch steht. Und keine Bewerberin auf ein Praktikum. Solange der Gesamteindruck gelassene Kontinuität und fundierte Kompetenz transportiert. Deshalb sollte man sich als Frau in einer Führungsposition durchaus an die eine oder andere Konvention halten. Denn jenseits der Konvention beginnt die ‚Politik‘.