Männlich, siebzig, Engländer, Hundeliebhaber, reich … Das kann doch nur der Thronfolger sein. Oder etwa nicht? – Bei der jüngsten „Mitglieder für Mitglieder“-Veranstaltung des Bundesverband Industriekommunikation e. V. (bvik) in Lohr/Main trafen Theorie und Praxis einmal mehr produktiv aufeinander.

Für den theoretischen Part war Prof. Danny Franzreb von der Hochschule Neu-Ulm zuständig, der mit dem eingangs zitierten Beispiel die Möglichkeiten (und Grenzen) des ‚Persona‘-Konzepts dem Praxistest aussetzte. Das wenig überraschende Fazit des Experten für User Experience: Gerade im Marketing zählt die praktische Umsetzung im Zweifelsfall mehr als die beste Theorie. Was im Übrigen auch für den aktuellen „Design Thinking“-Ansatz gilt, den eigentlichen Schwerpunkt seines Vortrags. Denn die systematische und disziplinübergreifende Berücksichtigung von Bedürfnissen und Motivationen der beteiligten Menschen sowie die konsequente Zusammenarbeit in einem Kreativität fördernden Umfeld bieten enorme Chancen bei der Umsetzung komplexer Problemlösungen – aber eben nur, wenn man sich dabei nicht im Dickicht der Theorien und Modelle verliert, von denen auch das Design Thinking nicht immer frei ist …

Wie es richtig geht, zeigte bvik-Gastgeber Bosch Rexroth anhand von zwei anspruchsvollen Marketingprojekten: Sowohl bei der Neupositionierung der Marke im digitalen Umfeld als auch beim Komplett-Relaunch der Website bildeten neueste Konzepte und agile Methoden die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung.

Und der prototypische englische Senior mit dem Hunde-Faible? – Könnte natürlich auch Ozzy Osbourne sein.